Deutsche Gesellschaft für Kinesiologie

Begleitende Kinesiologie (BK)

Begleitende Kinesiologie umfasst die Anwendung kinesiologischer Methoden durch professionell arbeitende Kinesiologinnen und Kinesiologen. Als Beraterinnen und Berater, Coaches oder Trainerinnen und Trainer unterstützen sie Menschen darin, ihr persönliches Potenzial zu entdecken, zu erweitern und zu nutzen.

Die Begleitung reicht vom kurzen, zielorientierten Auftrag bis zur längerfristigen Beratung. Sie unterstützt persönliche Entwicklungsprozesse, lebenslanges Lernen und Gesundheitsfürsorge – im beruflichen ebenso wie im privaten Alltag.

Begleitende Kinesiologie ist keine Heilkunde oder Therapieform. Die Verantwortung für den eigenen Veränderungsprozess bleibt bei den Klientinnen und Klienten. Im Mittelpunkt stehen Selbsthilfe, Selbststeuerung und Eigenverantwortung.

Eigene Ressourcen und neue Möglichkeiten entdecken

Begleitende Kinesiologinnen und Kinesiologen gehen davon aus, dass Menschen eigene Ressourcen für die Bewältigung ihrer Lebensaufgaben mitbringen. Gespräche, bewusste Selbstwahrnehmung und kinesiologische Methoden bieten Möglichkeiten, sich mit belastenden Situationen, persönlichen Mustern und Zielen auseinanderzusetzen.

Der kinesiologische Muskeltest wird dabei als Feedbackinstrument eingesetzt. Zusammen mit der bewussten Wahrnehmung – auch „Noticing“ genannt – begleitet er die Erkundung des persönlichen Anliegens.

Ziel ist, neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und diese im Alltag zu nutzen. Dabei können Fragen Orientierung geben:

-Wer bin ich, und was ist mir wichtig?

-Was möchte ich verändern oder erreichen?

-Was kann ich selbst dafür tun?

Den Menschen als Ganzes betrachten

Triade TFHIn Anlehnung an John F. Thie beschreibt die Triade der Gesundheit und des Lernens das Zusammenspiel von drei Bereichen:

-Umwelt und Lebensbedingungen

-Emotionen und innere Einstellung

-Körper, Bewegung und Struktur

In diesem Modell werden die Bereiche als miteinander verbunden betrachtet: Veränderungen in einem Bereich können sich auf die anderen auswirken.

So kann eine Sitzung ablaufen

Eine kinesiologische Sitzung wird auch „Balance“ genannt. Der Ablauf unterscheidet sich je nach Methode und ist geprägt von Muskeltest, Noticing und Unterschiedserfahrung (vorher - nachher).

Typisch sind fünf Schritte:

-Anliegen klären: Kontakt herstellen und den gemeinsamen Auftrag besprechen.

- Ziel formulieren: Erarbeiten, was Sie erreichen möchten.

- Ausgangspunkt wahrnehmen: Die aktuelle Situation und das eigene Erleben erkunden.

- Kinesiologisch arbeiten: Passende kinesiologische Methoden einsetzen.

- Erkenntnisse in den Alltag übertragen: Veränderungen wahrnehmen und nächste Schritte entwickeln.

Jede Sitzung ist in sich abgeschlossen.

Begleitende Kinesiologie lernen

Die DGAK hat die dreistufige, berufsbegleitende Ausbildung „Begleitende Kinesiologie DGAK“ entwickelt. Zertifizierte Institute führen sie durch. Über die folgende Kachel gelangen Sie zu den Informationen über Inhalte, Aufbau und Abschluss der Ausbildung.
Ausbildung Begleitende Kinesiologie DGAK

Einblicke in die Praxis

Muskeltest und Balance in der Praxis
Balance Schritt für Schritt
Kinesiologie und schulisches Lernen
Leichter Lernen
Das Traum-Gewicht
Kinesiologie – Ein Coachingansatz